"INDIGO", die dritte CD von Heigeign, ist im August 2011 erschienen - sie ist bei allen Konzerten und den Bandmitgliedern erhältlich und kann auch online bestellt oder heruntergeladen werden werden. Einen ersten Eindruck von der CD gibt das folgende Video:
Ein paar Ausschnitte aus den einzelnen Liedern gibt's hier zum
Reinhören, die Liedtexte sind hier ebenfalls zu finden (das wunderschöne Titelbild stammt übrigens von der Neudörlfer Malerin Martina Staudenherz):
Zum Schluß noch ein Ausschnitt aus dem Text im Booklet:
Ob Rot und Gold wirklich die Farben des Burgenlandes sind, kann man bei einem Blick in die Vergangenheit getrost anzweifeln: zu präsent waren da die blaue Arbeitskleidung (vor allem das “Fiata”, die Arbeitsschürze der Männer) und der dekorative Blaudruck (als “Burgenländischer Indigo-Handblaudruck” 2010 in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbe in Österreich der UNESCO aufgenommen). Der dazugehörige Farbstoff Indigo wurde zuerst aus dem heimischen Färberwaid, aber schon ab dem 15. Jahrhundert auch aus dem indischen Indigostrauch gewonnen.
Auch die Tatsache, dass die burgenländische Rotwein-Leitsorte der Blaufränkisch ist, kann in diesem Licht kein Zufall sein (genauso wenig wie die Tatsache, dass generell alle Rotweinsorten als “blau” bezeichnet werden).
Im amerikanischen Sprachgebrauch wird die Farbe Blau als Umschreibung eines deprimierten, traurigen Gemütszustandes, dem "Blues" verwendet - auch hier lässt sich eine Verbindung zu den vielen melancholischen Volksliedern herstellen, denen ein Happy End verwehrt bleibt (von einem kroatischen Volkslied, das gut ausgeht, kennt man wahrscheinlich nur nicht alle Strophen).
Die Farbe Blau dient auch den Heigeign als roter (blauer?) Faden durch die vorliegende, ihre dritte CD: [...] Eingebettet in diesen Bezugsrahmen zeigen die Musikstücke auf dieser CD - ob Volksliedbearbeitung oder Originalkomposition - die Bereitschaft von Heigeign, Traditionelles mit Modernem zu konfrontieren, auf Berührungspunkte abzuklopfen und die oft kontrastierenden Ausgangspositionen zu einer überzeugenden Symbiose zu führen.